Gasgeruch

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Mit dem Einsatzstichwort „Gasgeruch“ wurde der Löschzug Rees am Sonntagnachmittag zu einer Tankstelle an der Rauhen Straße alarmiert. Während der Anfahrt zur Einsatzstelle wurde durch die Leitstelle eine umgefahrene LPG Tanksäule gemeldet, die bereits von Angestellten vor Ort durch den Notausschalter abgeschaltet worden war. Vor Ort wurde die Zufahrt zum Tankstellengelände abgesperrt und alle anwesenden Personen in den Kassenbereich gebracht.
Die Lage stellte sich so dar, dass eine LPG Tanksäule von einem PKW umgefahren wurde und auf die Seite gekippt war. Es konnte ein leichter Gasgeruch in diesem Bereich festgestellt werden, der mit den Messgeräten der Feuerwehr jedoch nicht messbar war. Aus diesem Grund wurde der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke Rees angefordert. Nach Eintreffen der Stadtwerke konnte eine positive Messung im Säulenbereich festgestellt werden. Der Versuch die undichten Kupplungen der Säule abzudichten schlug fehl. Zeitgleich wurden alle Schieber am Gastank verschlossen. Um die Zuleitung zu entleeren und damit weiteren Gasaustritt zu verhindern, wurde ein LPG tankendes Fahrzeug angefordert. Auch dieses Vorhaben fruchtete nicht. Als Möglichkeit der Entlastung wurde dann das Abblasen der Flüssiggasphase an einem Ventil des Gastanks in Betracht gezogen. Die dadurch freigesetzte Gasphase (ca. 5500 l) musste umgehend verdünnt werden. Zu diesem Zweck wurden zwei Hochleistungslüfter in Stellung gebracht und ein Ablauf im Bereich des Ablassventils dicht gesetzt. Zudem wurden drei Messstellen eingerichtet, die während des Ablassvorgangs durchgehend negative Messungen verzeichneten. Nachdem die Zuleitung drucklos war, wurden abschließende Messungen, die ebenfalls negativ verliefen, durchgeführt. Für die Dauer der Maßnahmen musste die Rauhe Straße im Bereich der Tankstelle durch die Polizei komplett gesperrt werden. Der Löschzug Rees war mit drei Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften rund drei Stunden im Einsatz.

Details
Datum: 16.11.2014
Uhrzeit: 16:30 Uhr
alarmierte Einheiten: LZ Rees
ausgerückte Fahrzeuge: HLF20 1, LF20 1, DLK18 1
Einsatzkräfte Feuerwehr: 16
weitere Einheiten: Polizei, Stadtwerke
Einsatzdauer: 180 Minuten
Einsatzfotos